20.03.2009 - Das richtige Team - Personal Experiences - Peter Schuepbach @ 19:31

Ja - wir wissen es ja alle. Das richtige Team ist für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend. Ich habe von Andreas Amsler unserem Projektleiter des Projektes “politnetz.ch” das folgende Bild zugesendet erhalten:

sogehtbusinesslife1

Nun ich kann Euch garantieren, dass es bei uns bei FashionFriends nicht genau so aussieht.

Wenn Ihr wissen wollt, wer was bei uns macht, so seht Ihr dies hier.

Finde das Bild aber wirklich gut.

20.03.2009 - Endlich, endlich: Wir sind Online - Personal Experiences - Peter Schuepbach @ 1:55

bild-9Nun ja, es hat länger gedauert als geplant - ja natürlich, wie immer halt. Aber nun sind wir mit der ersten Version von FashionFriends online. Es sind immer die kleinen Fehler, die am meisten Zeit kosten. Christian Räber und David Rehle, unsere zwei Techies, haben einen riesen Job gemacht. Natürlich haben viele andere auch noch mitgearbeitet. Aber die beiden Jungs haben die letzten Wochen Tag und Nacht durch gearbeitet, damit wir es in der Zeit geschafft haben.

Der Shop ist ja das eine, aber die Integration in den ganzen Logistik Prozess, das ist eine nicht zu unterschätzende Komplexität. Wir haben dazu eine Art 3 Layer Architektur gewählt:

  • Der Shop - basierend auf dem brands4friends Shop System
  • Die Logistik - basierend auf dem Java Framework von Corix
  • Das Finanzsystem - Navision im Backend für alle Finanztransaktionen

Dieses Vorgehen hat sich bisher hervorragend bewährt. Wir haben damit grosse Flexibilität gewonnen.

Nun die erste Version des Shops zeigt die Richtung auf, in die wir gehen wollen. Wir wollen von unseren Usern so viele Informationen wie möglich sammeln, um danach sehr spezifische Angebote machen zu können. Aber auch weil wir mit diesen Informationen richtig bei den Markenherstellern einkaufen können.

Nun sind wir natürlich alle sehr ungeduldig zu erfahren, wie unsere Mitglieder die Shopumgebung finden und wie die ersten Eindrücke sind. Mehr dazu auch auf unserer Facebook Gruppe

19.03.2009 - Flip - Flipper - am Flippsten - Personal Experiences - Peter Schuepbach @ 20:48

Cisco kauft Flip für USD 590 Mio. - das ist nicht schlecht - oder? Für mich ist Flip eine der innovativsten flip
Elektronikfirmen. Es ist nicht leicht sich als Newcomer im Consumer Markt für elektronisch Produkte so zu behaupten und eine solche Marktstellung einzunehmen. Wahrlich nicht! In dieser Liga sind Canon,
Panasonic und Sony. Schwergewichte, die man zuerst besiegen muss. Und Flip hat dies geschafft.
Dies ist eine Erfolgsstory, die so einmal mehr wohl nur im Silicon Valley möglich ist. Oder wer in Europa würde in ein solches Startup insgesamt USD 68 Mio. investieren?

Mich freut es sehr. Damit ist sichergestellt, dass wir auch in Zukunft neue innovative Produkte von Flip erhalten werden. Schliesslich sind gerade, die neusten Produkte einmal mehr ein Renner!

Und wer weiss, vielleicht haben ja meine 10 Cams, die ich vor ein paar Wochen gekauft habe, den Preis noch nach oben getrieben ;-)
Von einem begeisterten Flipper!

25.02.2009 - Willst Du eine eigene iPhone App? - Personal Experiences - Peter Schuepbach @ 9:15

iPhone App von Kyte ist schlicht sensationell. ich will hier nicht etwa grosse Werbung machen, dazu ist dieses Blog auch nicht so wichtig - aber das neue Kyte Framework zur Erstellung von iPhone Applikationen ist einfach genial!

Hier sind einige Beispiele:

The All American Rejects

Lady Gaga
The Pussycat Dolls

Über solche Apps können Personen, Bands oder Brands multimediale Inhalte, Videos, Bilder sowie Informationen und vieles mehr auf eine eigene iPhone App bringen. Das coole an dem Framework ist, dass es kaum mehr braucht als ein paar Grafiken, einen Kyte Channel und fertig. Ich bin überzeugt, dass Kyte damit einmal mehr bewiesen hat, wie innovativ und stark die Gesamtlösung als Videopülattform heute ist. Kyte ist weit mehr als nur eine Mobile Applikation. Nein, Kyte ist heute eine volle Video-Plattform mit Unterstützung von mobilen Endgeräten zur Produktion sowie zur Konsumation von multimedialen Inhalten. Ich bin stolz bei Kyte dabei zu sein.

videoNicht nur lassen sich so Inhalte verteilen, es entsteht auch ein unglaubliches Engagement mit den Fans und den Usern. So haben Analysen von verschiedenen Bands gezeigt, dass der Traffic enorm gesteigert werden konnte, dank der Verteilung von authentischen Inhalten. Dies hat nicht zuletzt auch zu den grossen Deals mit Universal und Sony geführt.

24.02.2009 - Was, Sie möchten was kaufen? - Personal Experiences - Peter Schuepbach @ 17:52

Ich staune immer wieder über schlechten Kundenservice. Ich weiss nicht ob ich da übermässig heikel bin, aber: Ich hasse schlechten Kundenservice. Ich betrete den Laden und habe mir still und leise ein neue Sonnenbrille ausgesucht und möchte sie nun bezahlen. Ich werde weder beachtet, geschweige denn gefragt, statt dessen belustigt man sich mit einer anderen Verkäuferin hinter dem Tresen. Oder: Es bilden sich eine lange Warteschlange am Buffet am Bahnhof. Jeder möchte unbedingt zahlen und auf den nächsten Zug. Die Kassiererin räumt nach dem Kunden vor mir ihren Posten und verschwindet ohne ein Wort und kommt minutenlang nicht mehr zurück. Bei solchen Aktionen verliere ich regelmässig meine gute Laune und schreite ohne Kauf von dannen. Ich glaube es gibt massenhaft solche Beispiele. Aber warum passieren sie? Sind sich diese Leute ihres Handelns nicht bewusst?

Ein guter Kundenservice sollte aus meiner Sicht die Basis eines jeden Geschäfts sein - sei es Internet oder Retail, Investitionsgüter oder Herstellung von Düsenjägern! Wir haben uns bei FashionFriends vorgenommen, die Qualität unseres Angebots und den Kundenservice ins Zentrum unseres Handelns zu stellen. Zwar wissen wir noch nicht genau, wie die Community auf dieses Angebot reagiert - aber eines ist uns allen hier klar: Wenn jemand reagiert und uns kontaktiert, dann kriegt er auch sofort eine kundenorientierte Antwort.

Wir wollen auch nach dem Launch einen direkten Draht zu unseren Kunden herstellen. Das heisst, dass wir ein sehr innovatives System auf unserer Seite integrieren werden, mit dem jedes Mitglied direkt mit uns in Kontakt treten kann - mit Chat, Audio oder Video-Telefonie. Die neuen technischen Möglichkeiten lassen vieles zu - am Schluss stehen sich aber Mensch und Mensch gegenüber. Und genau da kommt es darauf an, wie ist der oder die angesprochene geschult, instruiert, motiviert und positioniert. Wenn alles richtig läuft, baut der Kunde Vertrauen auf und wird wieder auf das Angebot zurück kommen. Läuft das Gespräch aber falsch, kann es zu Schäden kommen, die man kaum beziffern kann. Ich zum Beispiel werde nie mehr einen Fuss in einen Swisscom Shop setzen!

16.02.2009 - Vor dem Start ganz kribbelig - Personal Experiences - Peter Schuepbach @ 12:59

Ja - zugegeben - ich kann’s kaum erwarten bis wir endlich bei FashionFriends loslegen können. In den letzten Wochen haben wir das Team ausgebaut und intensiv am Start gearbeitet. Nun was soll anders sein bei FF als bei anderen ähnlichen Seiten? Unsere Vision ist es eine individuelle Modeboutique zu schaffen. Das heisst, dass wir auf unsere Mitglieder ausgerichtet Angebote zusammenstellen wollen. Als nicht nur reine Markenaktionen, die sich an alle Mitglieder richten, stehen im Mittelpunkt sondern, gezielt auf die Bedürfnisse und Interessen unserer Mitglieder abgestimmte Produkte.

Dies ist zugegebenermassen nicht ganz einfach. Vor allem beim Start nicht. Wir wissen am Anfang ja noch gar nicht, was unsere Mitglieder wirklich wollen. Deshalb werden wir die Funktionalität sukzessive ausbauen und mit solchen Informationen ergänzen.

Natürlich ist auch die Beziehung zu den Markenherstellern wichtig. Schliesslich wollen wir ja langfristige Partnerschaften aufbauen. Deshalb haben wir im Vorfeld alle wichtigen möglichen Partner angeschrieben. Die persönliche Note ist uns dabei wichtig - nicht nur gegenüber unseren Partnern. Um dies zu demonstrieren, werden alle Sendungen, die unser Haus verlassen, jeweils speziell gestempelt: img_0151

Der Stempel von FashionFriends ist wie der persönliche Absender, so dass der Empfänger immer weiss mit wem er sprechen muss, sollte etwas nicht in Ordnung sein! Dieser Stempel wird auch auf allen Paketen zu sehen sein, die unsere Logistik verlassen werden.

Übrigens suchen wir noch “Mode-Early Adopter”, die gerne bei der ersten Aktion schon dabei sein möchten. Die erste Aktion wird so eine “Family+Friends” Aktion sein. Einfach auf FashionFriends eintragen oder hier einen Kommentar verfassen, dann sende ich Euch eine persönliche Einladung zur Vor-Registrierung.

23.01.2009 - Was nun liebe Gründer? - Personal Experiences - Peter Schuepbach @ 14:36

Es wird viel geschrieben über die Finanzkrise - und sie hat tatsächlich grosse Auswirkungen in allen Bereichen der Wirtschaft - auch für viele Startups. Nicht nur sind viele Investoren generell verunsichert, sondern sie haben auch echte existentielle Sorgen. Gerade institutionelle Investoren sind auf den Geldfluss im Fundraising ihrer Fonds angewiesen. Wenn da nicht genügend Nachschub kommt, müssen grosse Fonds ihre Strukturen überdenken.

Generell führt Verunsicherung auf allen Ebenen im Geldfluss zu Stockungen und vermehrter Zurückhaltung (siehe auch Artikel der FAZ). Welche Auswirkungen hat dies nun auf neue Unternehmen? Ganz einfach: Es ist noch viel schwieriger geworden, neues Geld aufzutreiben - auch bei Business Angels (Privatinvestoren). Dazu kommt noch das allgemein rauere Wirtschaftsklima. So manchem Gründer kann das aufs Gemüt schlagen. Das gilt aber vor allem für die Schönwetter-Gründer also solche, die einfach mit von der Partie sein wollten – oft nur mit dem Traum vom schnellen Geld vor Augen. Nun, diese Zeit ist sicherlich vorbei.

Das bedeutet, dass man für eine gute Finanzierung und sein Projekt noch viel stärker kämpfen muss. Es gilt auch so lange wie möglich eigenfinanziert zu bleiben. Denn bei schlechtem Investitionsklima kommen die Bewertungen stark unter Druck. Also sollte man als Unternehmer mit der Finanzierung länger warten können. Das heisst auch, dass in letzter Konsequenz mehr eigene Mittel in die Projekte fliessen müssen. Das ist nicht immer einfach - aber wenn man von seinem Projekt überzeugt ist, sollte auch diese Hürde zu meistern sein. Da muss man auch bereit sein, unkonventionelle Wege zu gehen.

Ein cooles Startup, das letzthin bei mir präsentiert hat, bietet seine Dienste auch extern an. Sie machen beispielsweise bei der Entwicklung von anderen Plattformen mit oder bieten Beratungsleistungen, um über die Runden zu kommen. Das lenkt zwar ab, verzögert das Projekt und ist eine grosse Herausforderung, um alles unter einen Hut zu bringen, aber letztendlich bringt es das Unternehmen trotzdem weiter, sorgt für etwas finanziellen Spielraum und hält die Idee am Leben. In der Not frisst der Teufel…

Ich habe in den letzten Monaten mit vielen Leuten darüber diskutiert, ob sich durch die Finanzkrise auch die Geschäftsmodelle ändern werden. Ich bin der Meinung, dass es allgemeine Modelle, die auf Werbung basieren, sicherlich schwerer haben werden. Wer auf konventionelle Werbung setzt, hat mit höherem Preisdruck und geringeren Volumen zu rechnen. Wer diesen Markt aber aufmerksam beobachtet hat, erkennt, dass es auch hier grosse Chancen gibt. Zum Beispiel Mobile- und Video-Werbung. Beide Werbeformen haben gerade bei uns in Europa noch kein grosses Volumen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis diese Konzepte die konventionelle Display-Werbung (Banner) im Volumen überholt haben werden. Wer sich auf solche Modelle einstellt und seine Geschäftsmodelle, Technologien und Dienstleistungen konsequent auf solche neue Formen ausgerichtet, der wird enorm davon profitieren können und damit auch vermeintliche Löcher stopfen oder sogar insgesamt zulegen können. Denn eines ist sicher: Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise, wird der Bedarf an Kommunikation, Information und Interaktion nicht abnehmen. Der Trend wird weiter “Wachstum” heissen.

Natürlich sind transaktionsorientierte Geschäftsmodelle gerade in solchen Zeiten interessant. Es wird spannend sein, die gesamten e-commerce Trends im 2009 zu analysieren. Wird das generelle Wachstum auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten anhalten auch wenn der Konsum zurückgeht? Gerade auch aus diesem Grund bin ich so fasziniert von meinem neuen Projekt FashionFriends (mehr dazu später). Wir möchten damit eine Verbindung schaffen, ja eine Brücke schlagen, zwischen Konsum und Community. Mal schauen, ob uns das in den nächsten Monaten gelingt.

Ein raues Klima überleben nur die Besten. Das ist in der Natur so und das ist auch in der Wirtschaft so. Dass man dazu auch das notwendige Glück braucht ist selbstverständlich, aber man muss es sich erarbeiten, ja erkämpfen. “Fortune favors the bold” wie die Amerikaner sagen. Also meine lieben Gründer: Kämpft!

22.01.2009 - Und ich blogge wieder… - Personal Experiences - Peter Schuepbach @ 20:20

Ja - endlich - wieder bloggen! Und - ich habe die Seite gewechselt. Seit dem 1.1.2009 bin ich wieder offizieller Unternehmer. Na ja, ich war’s ja irgendwie immer - aber so richtig ein eigenes Startup - das ist halt was anderes. Bei vielen Unternehmen habe ich in den letzten Jahren immer gesagt: “Man könnte”, “Ihr solltet”, “warum macht Ihr nicht” und ähnliche beratende Redewendungen. Nun sage: “Wir machen heute dies”! Ein gutes Gefühl, wieder selbst Entscheidungen zu treffen - natürlich zusammen mit meinem Team. Ja und was bauen wir? FashionFriends! Die Social Shopping Community in der Schweiz. Ja - es ist ein Copy Cat. Ja - wir übernehmen ein bestehendes Konzept. ABER: wir erfinden es neu! Wir wollen das bestehende “Vente Privée” beziehungsweise “brands4friends” Konzept nachhaltig erweitern. Wie? Das erfährt Ihr später und auf unserer neuen Webseite. Der Start ist geplant für Februar - uups hab ich jetzt schon zuviel verraten? Hoffentlich nimmt mir das Oliver Skopec nicht übel - er ist unser Community und Marketing Manager. Aber he - was solls, nach so langer Funkstille hat sich zumindest das Lesen dieses Artikels gelohnt! Exklusive News über meinen Blog.

Was ist sonst noch so passiert in den letzten Wochen und Monaten?

1. Kyte

Die neue Version haben wir lanciert und gleichzeitig den weltweiten Partnervertrag mit Universal Music Group abgeschlossen. Ein Meilenstein in der Geschichte von Kyte. Zudem ist die neue Version eine vollständige Video- oder Media-Plattform mit einer ungelaublichen Weiterentwicklung Richtung Monetarisierung. Mittlerweile unterstützen wir mehrere AdServer und bieten ein volles Admin-Dashboard für die Überwachung und Auswertung aller Kanäle. Was das Team in San Francisco in den letzten Monaten geleistet hat ist schlicht sensationell. Und es kommt noch dicker: Schon bald wird Kyte eine neue Mobile Live Applikation lancieren, die alle bisher verfügbaren Qualitäten in den Schatten stellen wird. Uuupps - schon wieder was verplappert… Das europäische Team ist soweit installiert und wir haben viele gute Kooperationen erreicht, dass ich bei Kyte operativ kürzer treten werde - auch um mein neues eigenes Projekt verfolgen zu können.

2. SpeedLingua

Bei SpeedLingua hat sich auch einiges getan. Wir haben ein neues Management Team rekrutieren können, dass die bisherige Arbeit von Martin Velasco übernehmen wird und die Firma auf einen neuen Level bringen will. Viele neue Massnahmen bezüglich der Produkte und des Marketings wurden bereits umgesetzt. Die neuen Produkte umfassen auch Persönliche Versionen, die von Privatkunden erworben werden können. Für alle die Interesse haben, eine Fremdsprache besser sprechen zu können - hier der Link zum Shop und bei der Eingabe dieses Codes (EZ5WDKGJ) erhaltet Ihr einen Freundschaftsrabatt von 20% auf den Kaufpreis.

Ich freue mich, wieder regelmässiger zu schreiben. Vielleicht auch wieder mehr aus der Sicht des Unternehmers - ja Gründers! Ich freue mich wirklich sehr.

09.12.2008 - Venture Feedback aus dem Silicon Valley - Personal Experiences - Peter Schuepbach @ 8:09

Hier einen vorab Post vom letzten Venture Summit über die Situation im Silicon Valley:
[kyte.tv appKey=MarbachViewerEmbedded&uri=channels/105207&tbid=k_142&premium=true&height=500&width=425]

Unter Shows unbedingt die füheren Shows anschauen - Strategischer Investor vs. Financial Investor -> sehr interessante Kommentare!

24.10.2008 - Copycat - oder “act local” - Start-up's, Web 2.0 - Peter Schuepbach @ 15:44

Ich habe gerade eine Artikel von Matt Marshall auf VentureBeat gelesen: “Copycat - but getting Smarter”. Er beschreibt darin die Web 2.0 Szene in Deutschland und zeigt vor allem auch auf, wie stark die Copycat-Szene in Deutschland ist.

Nun vor ein paar Monaten habe ich selbst einen Vortrag bei einem Anlass in München gehalten. Ich will hier ein paar dieser Aussagen zu diesem Thema widergeben.

1. Sind Copycats per Definition einfacher zum Erfolg zu führen?

NEIN! Copycats brauchen genau gleich harte Arbeit und das Quentchen Glück um Erfolgreich zu sein. Dazu gibt es viele Beispiele. Zur Zeit vom Start von studiVZ waren bereits 3-4 andere Copycats ab Start.
Viele Gründer von Copycats meinen, mit dem simplen kopieren der Idee sei der Erfolg bereits garantiert. Dem ist ganz und gar nicht so - das zeigen auch die vielen Flops, selbst von den grossen dieser Branche (frazr).

2. Copycats sind ein zeichen für einen nachhaltigen Markt

First Movers können es sehr schwer haben, solange es noch keine Nachahmer gibt. Copycats sind immer auch ein Zeichen dafür, dass prinzipiell ein Marktnachfrage besteht oder zumindest angenommen wird, das eine besteht. Das ist eine Bestätigung für einen First Mover. Der kopierte hat immer noch die Möglichkeit auf solche Konkurrenz zu reagieren. Das hätte beispielsweise auch Facebook oder Linkedin in Deutschland gekonnt. Passt aber ein Markt noch nicht in die Strategie, dann lässt man lieber den Copycat vor. Zum Teil kann es aber sehr schwierig werden, einen solchen Markt später zurück zu holen.

3. Sind Copycats schlecht oder minderwertig?

Bei weitem NEIN! Sind BMW und Mercedes schlecht, nur weil sie nun auch beginnen Hybrid Autos zu bauen? Wichtig ist ja, was man aus einem Copycat macht. Wie Matt Marshall auch in seinem Artikel anführt, sind meistens gerade die erfolgreichen Copycats hier in Europa besser oder weiterentwickelt. Oftmals auch besser auf den lokalen Markt ausgerichtet. Ohne Innovation geht auch bei einer Kopie einer Idee oder eines Konzepts nichts.

Copycats sind immer noch sehr negativ belegt und gelten als minderwertige Unternehmen. Das ist falsch und entspringt wohl einem falschen Ehrgeiz oder ganz einfach Neid.

4. Warum wird überhaupt in Europa so viel kopiert?

Ganz einfach: Wegen der Unfähigkeit vieler Amerikanischen Vorreiter sich auf die europäischen Märkte einstellen zu können, beziehungsweise von Beginn weg schon nur technisch in der Lage zu sein, die unterschiedlichen Länder zu adressieren. Das hat natürlich viel mit dem eigenen grossen Heimmarkt zu tun, aber sicherlich auch etwas mit der fehlenden Weitsicht oder der amerikanischen Arroganz.

5. Kann Europa auch eigenes Zeug machen?

Aber sicher! Schade nur, das Matt Marshall da die Web 2.0 Expo als Massstab nimmt. Da gibt es schon noch mehr als das.

Eines ist sicher. Im Zentrum eines jeden Start-ups steht der Markterfolg und der ist, egal ob Copycat oder innovative neue Technologie, nur mit dem richtigen Produkt, der richtigen Adressierung des Marktes und ein gehörigen Portion harter Knochenarbeit zu erreichen. Geschenkt wird keinem etwas!